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Rock on the Rock -
eben kein italienisches Freakstock!
25. Juli 2005
Ich komme grade von dem Rock on the Rock Festival zurück. Und ich bin immer noch platt von den Ereignissen und Eindrücken. Irgendwie ist man ja versucht zu sagen, das italienische Freakstock. Aber das wird dem Ganzen in keinster Weise gerecht.

Andere Situation...
Erstens ist die Situation in Italien völlig anders als in Deutschland. Hier gibt es sehr wenige Christen und die meinen dann auch noch größtenteils, dass Rockmusik sowieso nur vom Teufel ist. Denkbar schwere Vorraussetzungen. Und dieses Festival wird von wenigen minikleinen Gemeinden gestemmt, die auch noch von Missionaren geleitet werden. Und dafür ist es eine superbeachtliche Leistung, abgesehen davon, dass das Festival für Mitarbeiter und Besucher völlig kostenlos ist. Ein gewaltiges Glaubensprojekt also! Scheinbar ist es so, dass allein die Existenz dieses Festivals schon ein Wunder in Italien ist, dass allein ist ein Zeichen für Christen und Nichtchristen.

Rentner und Normalos ziehen sich Metal rein
Das Festival war auf einem Sportplatz oben auf dem Berg, zu dessen Füßen der Gardasee liegt (eine grandiose Kulisse) in dem kleinen Dorf San Michele. Was in Deutschland undenkbar wäre, hier schneit ganz normales Publikum vorbei und bleibt und schaut sich die ganze Sache an. Einige Rentner kamen immer wieder und setzten sich auf die Parkbänke oberhalb des Platzes und beobachteten. In Deutschland hätten sie wohl laut protestierend das Weite gesucht :)

International international!
Was auch sehr spannend an dem Festival war: es war international in jeder Hinsicht! Angefangen von den Bands (England, USA, Frankreich, Schottland, Kenia, Schweiz, Brasilien, Schweden, Italien und Polen), über das Helferteam (Schweiz, Deutschland, Kanada, USA, Italien, Argentinien...) und den Organisatoren, die aus unterschiedlichen Gemeinden kamen, die selbst international sind.

Umwerfend das dienende Herz
Was mich am meisten umgehauen hat, waren die Organisatoren, die so ein dienendes Herz und einen Lebensstil der Ermutigung haben. Sie haben die Herrlichkeit Gottes gradezu ausgestrahlt. Ich weiss gar nicht, wie oft sie uns gedankt haben, dass wir da waren und gebetet haben.
Sie hatten so eine große Offenheit, sie gaben uns alle Freiheit. Ich wusste ja erst nicht, was ich da überhaupt sollte. Als ich aber sagte, das meine Stärken Gebet und Prophetie sind, wurde ich - schwupps- zum Gebetsleiter ernannt. Leider bestand das Team nur aus uns Münchnern und wir waren nur zu zweit oder zu dritt (war aber auch voll okay und sehr geil). Wir waren auch täglich bei den Mitarbeiterbesprechungen dabei. Die Art und Weise, wie das abegewickelt wurde, war phantastisch (sehr spannend eine dreisprachige Sitzung - das schweizerdeutsch nicht mitgerechnet :)).

Konzept - völlig anders
Das Konzept ist jedoch völlig anders als beim Freakstock.

 



Es finden zwar täglich Treffen aller Mitarbeiter statt, wo dann auch die Bands teilweise dabei sind. Dort gibt es dann auch Lobpreis und nen Input. Überwiegend jedoch sehr kurz. Lobpreis und Input können dann auch aus Zeitgründen schon mal entfallen. Da sind wir vom Freakstock mit dem Hauptseminar doch sehr verwöhnt. Interessant auch mit einem DJ unten am See die Leute abends zum Festival einzuladen, wo dann vorwiegend harte Musik läuft. Funktioniert aber scheinbar, weil sowieso alles Volk antanzt.

Geschenk von Gott: Die Konzerte (nur: wo sind meine Haare???)
Da wir unsere Gebetssessions meistens tagsüber hatten (meistens haben wir das kleine Gelände betend, proklamierend und Bibel betend umrundet), so hatte ich abends die Gelegenheit, an den Konzerten teilzunehmen. War für mich wie ein Geschenk von Jesus.

Am Freakstock bin ich oft zu erschöpft, Konzerte zu besuchen (ausserdem ist es mir wichtiger, mich mit Leuten zu treffen). Und es waren echt etliche supergeile Bands dabei. Ich möchte nur ein paar highlighten. Die derbste Band war Antidemon mit ihrem heftigen Grindcore. Hier waren sehr deutlich die nichtchristlichen Kids zu erkennen, die dauernd mit dem Satansgruß rumgeposed haben.

Ich fand die Musik sehr, sehr geil und energiegeladen. Selbst unsere Leute (wir waren 6 Leuten + Kind von den JF München), die mit dieser Musik nichts anfangen konnten (sie sogar bedenklich finden), gaben zu, dass Gottes Kraft superheftig da war. Das krasseste war dann, dass rund 10 Metalhead-Teenies ihr Leben Jesus übergaben und lauthals das Übergabegebet mitschrien.

(Während des Festivals konnten wir noch mit Batista dem Sänger reden. Er erzählte, dass es seiner Frau nicht so gut geht. Er deswegen schon zu Hause bleiben wollte. Es gab aber Eindrücke, dass er das doch mit auf die Tour der Band gehen sollte. An diesem Abend war ihr 11-jähriges Bandjubiläum und sie gingen in großer Schwäche auf die Bühne. Wir sprachen über eine Möglichkeit, dass sie noch im August in München spielen können und ein Seminar über ihre Geschichte bei uns in der Gemeinde machen könnten. Ausserdem erzählte ich ihnen, dass ich es auf dem Herzen habe, sie in Brasilien zu besuchen). Am Sonntag war das Krasse, das den ganzen Abend so ne heftige Salbung da war (auch schon beim Soundcheck).

Die Bands waren so geil, haben ihr Leben so sehr hingegeben (einer verletzte sich am Knie während des Gigs und spielte trotzdem weiter). Am meisten beeindruckte mich die letzte Band: Fire fly aus England. Sehr spaciger und grooviger Metal. Ein Song ging darüber, dass wir die Propheten brauchen.

Der letzte hatte Samples von Kinderstimmen und Kinderlachen, das mich tief im Herzen berührt hat. Das soll fürs Erste reichen. Könnte hier noch viel schreiben. Aber sonst nimmt das hier kein Ende mehr. Vielleicht schieb ich die Tage noch was nach :)
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Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes.
In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölf mal Früchte trägt und jeden Monat
seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen. (Offenbarung 22, 1+ 2)